A Blast from the Past – Aber immer noch aktuell und nützlich: SharePoint mit Nachsendeauftrag.

Es ist soweit, wir migrieren mit der Webseite von www.amexus.com auf eine neue Plattform und daher ist ein alter Artikel so aktuell wie nie!

Im SharePoint Umfeld kommt es alle Nase lang mal vor, dass sich URLs ändern, Seiten migriert werden oder aus anderen Gründen unter einer neuen Adresse erreichbar sein sollen.

Bei dem letzten Relaunch unserer Webseite www.amexus.com galt es die Seite in Bezug auf SEO zu optimieren. In unserem Fall  wurden die Seiten www.amexus.com und ssc.amexus.com zusammengelegt und neu strukturiert. Dies hat natürlich zur Folge, dass die bisherigen URLs nicht mehr funktionieren. Also muss eine Lösung gefunden werden die bisherigen Links auf die neuen URLs umzuleiten.

Erste Idee: Redirect innerhalb von SharePoint

Der SharePoint selbst kann natürlich einen Redirect auf eine neue Seite mit Hilfe einer Umleitungsseite durchführen (301- Redirect). Das ist relativ einfach im SharePoint zu konfigurieren.  Um z.B.  den Link www.amexus.com/impressum umzuleiten muss auf oberster Ebene eine Website mit dem Namen „impressum“ angelegt werden, das Pagelayout zu einer Umleitungsseite umgestellt und die neue URL eingetragen werden. Funktioniert, hat aber zur Folge, dass zum einen viele (sehr viele) Sites erzeugt werden müssten (unübersichtlich und lästig), zum zweiten können damit nicht alle URLs der zweiten Domäne direkt umgeleitet werden.

Erschwerend kommt hinzu, dass damit nicht alle anderen Links abgedeckt werden (können), die im SharePoint und in Office-Dokumenten oder E-Mails auftauchen umgezogen werden. Der SharePoint ist in diesen belangen zwar schon rechtintelligent geworden und bekommt eine Änderung der URL nicht immer an allen Stellen mit.

Darüber hinaus hilft der erste Ansatz auch nur bedingt, sollte sich ein Nutzer ein entsprechendes Lesezeichen gesetzt haben.

Also der 2. Ansatz:

Zweite Idee: Redirect mit dem IIS

Bleibt damit die Herausforderung alle Anfragen für die ssc.amexus.com auf die URL www.amexus.com/sharePoint umzuleiten. Da hilft uns der IIS, dieses Feature beherrscht der IIS 7 im Standard. Die Vorgehensweise hier: Neue Website anlegen und als Host Header Name „ssc.amexus.com“ eingegeben. Das Content Directory ist eigentlich egal, es wird nicht benötigt.

Wenn man nun die Website auswählt taucht unter IIS das Icon HTTP Redirect auf.

Screenshot HttpRedirect

Die Felder sind selbsterklärend, einfach das Ziel eingetragen, auswählen dass alles umgeleitet werden soll und den Statuscode eingegeben. In diesem Fall 301, also eine permanente Weiterleitung. Bestätigen und es funktioniert.

Der IIS leitet nun alle Anfragen um, leider aber nur auf eine Zielseite. Dies hat zur Folge, dass alle Suchergebnisse, die in Google angezeigt werden auf einer einzigen Seite landen. Für den Benutzer nicht wirklich schön.

Also Ansatz drei.

Dritte Idee: URL Rewrite Module 2.0

Microsoft bietet mit dem URL Rewrite Module 2.0 ein Tool das alle Anforderungen erfüllt. Das Modul steht auf der Microsoft Downloadseite als Addon kostenfrei zur Verfügung. Die Installation ist einfach, MSI Paket ausführen, fertig.

Im IIS steht nun ein weiteres Icon „URL Rewrite“ zur Verfügung, und dies auf verschiedenen Ebenen: dem Server und den einzelnen Sites. Die Konfiguration des 301-Redirect ist auch hier schnell möglich. „Add Rule(s)“ ausgewählt, und verschiedene Templates stehen zur Auswahl. Wir starten natürlich mit einer Inbound Rule und dem leeren Template:

Screenshot Inboundrule

Die Felder sind hier wieder selbsterklärend, wichtig ist als Statuscode den 301-Redirect auszuwählen, wir wollen ja eine permanente Umleitung. Gut ist auch das Feature „Test Pattern“, hier kann man anhand der echten URLs das Pattern ausprobieren. Mit dem Pattern „*“ als letzte Regel werden alle URL-Anforderungen, die nicht vorher umgeleitet wurden, auf eine allgemeine beliebige Seite umgeleitet.

Screenshot EditRule

Captain Obvious sagt: Es bleibt natürlich zu beachten: Wenn die Seiten auf einen neuen Server umgezogen werden, sollten natürlich auch die zugehörigen DNS-Einträge eingetragen werden.

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