SharePointJungs in Las Vegas – Die Sessions am Mittwoch

Da habe ich mir für die erste Session nach der großen Party ein heftiges Thema ausgesucht: "SharePoint data security and compliance" und ich glaube dass Liam Cleary sogar Spaß daran hat von Authentifizierung, Authorisierung und der Absicherung von SharePoint zu sprechen.
Zunächst hat er uns aufgezeigt, welche großen Unternehmen so alle schon gehackt worden sind. Dabei waren Namen wie Apple, Microsoft und Adobe, wobei das nur einige von vielen namhaften Unternehmen sind.
Liam erläutert die Details und Unterschiede zwischen Windows, FBA, SAML und OAuth Authentifizierung. Letztere wird vor allem fuer Apps verwendet. Eine Umfrage im Publikum hat ergeben, dass Apps noch nicht sehr viel verwendet werden. Liam Cleary hat mit dieser Antwort gerechnet, ist sich aber sicher, dass sich das in Zukunft stark aendern wird.
Er erklärt nochmal die Begriffe Autentifizierung (Verifizierung der Identität) und Authorisierung (Verifikation der Berechtigung).
Im Rahmen der Session erklärt er auch genau wie in den vorgenannten Faellen (Windows, FBA, SAML und OAuth) der Authentifizierungsprozess abläuft.
Laim erklaert an einem guten Beispiel was genau Claims Authentifizierung bedeutet. Er hat einen Führerschein: Das Bild stellt die Identität dar, die Personendaten wie Augenfarbe und Größe die Claims und die Führerscheinausstellungsstelle :-) (keine Ahnung wie man das Übersetzen soll) den Issuer/Aussteller.
Weiterhin spricht er noch über Security Best-Practises wie der Einrichtung der Firewalls und die Anpassung der Standardports.
Insgesamt macht der Vortrag schon etwas Angst, Liam stellt aber einfach nur da, wie gefährdet der SharePoint in der großen weiten Welt ist.
Aus der zweiten Session mit Waldek Mastykarz wäre ich fast schon wieder raus gegangen. "SharePoint 2013 Powering Web Sites and Mobile Apps" ist eher ein Entwicklerthema. Nach dem eher trockenen Einstieg hat er dann den Bogen hinbekommen und superinteressante Dinge gezeigt.
Er zeigt wie er mittels Content Search Webpart und Cross Site Publishing eine Website aufbaut und später eine App mittels "Siena" eine Windows 8 App baut und auf die Inhalte per REST API zugreift.
Auch wenn es schnell zusammengefasst ist, war es doch sehr "inspirierend" und ich habe viele Ideen mitgenommen.
"Using Windows PowerShell with SharePoint 2013 and SharePoint Online" habe ich mir ehrlicherweise nur wegen Shane Young und Todd Klindt ausgesucht. Die zwei sind echt gut drauf und vom Todd Klindt höre ich mir jede Woche den Podcast an.
PowerShell finde ich absolut cool und wie die beiden bin ich der Meinung dass der SharePoint Admin daran nicht vorbei kommt. Viel neues gab es nicht, nett war es trotzdem.
Sie haben wichtige Grundlagen zum Thema PowerShell gegeben. Es gibt viele Scripte im Netz und Learning by doing ist für Admins vielleicht ein sehr guter Ansatz, so haben es auf jeden Fall die beiden gelernt.
Sie haben erläutert dass die PowerShell dem Windows Team "gehört" und das das Team die Regeln aufgestellt hat, was die Benennung der Commandlets angeht:
Verb-Noun
Verb: Ein vom Windows Team freigegebenes Verb wie "Get" oder "Select"
Noun: Immer im Singular
Aus Kompatibilitätsgründen gibt es zwar noch stsadm, aber Powershell kann immer besser.
Sie haben wichtige Commandlets wie Get-SPSite, Get-SPWeb oder Select-Object oder auch grundlegende Commandlets wie Get-Help und Get-Alias.
Sie haben gezeigt wie die Pipe "|" zu verwenden ist und das der Aufbau von Scripts entscheiden ist für die Ausführungszeigt. Shane hat ein Beispiel eines Scriptes aus seiner Anfangszeit mit PowerShell gezeigt. Das hatte viele Zeilen und lief über 12 Stunden. Nachdem es optimiert wurde hatte das Script 1 Zeile und lief 30 Minuten um ein Feature in jedem Web zu aktivieren und zu deaktivieren. Unter anderen ging es schneller weil Get-SPSite mit dem Parameter "-Filter" aufgerufen wurden.
PowerShell Remoting wurde vorgestellt. Mit Invoke-Command habe ich die Möglichkeit ein einzelnes Kommando abzusetzten, mit Enter-PSSession öffne ich eine interaktive Session auf dem Remoterechner.
Office 365 oder SharePoint Online kann ebenfalls mit PowerShell administriert werden. Hier muss man die entsprechenden Tools installieren und kann dann fast ganz normal auf den SharePoint zugreifen. Es gibt einige Besonderheiten und es ist noch nicht alles möglich, es wird aber ständig erweitert.
"Customizing Search experiences with Azure Hosted Data and Bing Maps", ein Vortrag von Rainer Asbach, Timo Heidschuster und Johannes Lemmerer. Man erkennt an den Namen, dass die Herren wohl aus deutschsprachigen Laendern stammen, tatsächlich aus Österreich und Deutschland.
In dem Vortag haben die Herren live gezeigt wie man die Display Templates der Suchergebnisse anpassen kann.
Sie haben in einer Liste Städte mit Geokoordinaten (Lat, Long) angelegt. Um die neuen Spalten in den Suchergebnissen verwenden zu können müssen die Managed Properties angelegt sein. Nachdem diese Grundlage geschaffen ist, kann man mit html und JavaScript das Display Template für z.B. einen bestimmten Inhaltstypen anpassen.
In dem Beispiel wurde eine Bing Maps Karte in das Display Template eingebaut, der Karte wurden dann natürlich direkt die Geokoordinaten des entsprechenden Suchergebnisses mitgeteilt.
Leider etwas zu kurz gekommen ist die Abfrage eine SQL Azure Datenbank per REST API um weitere Informationen zusätzlich zu den Suchergebnissen anzeigen zu können.
Zu guter Letzt gab es den Vortrag "Rich extensions to SharePoint Apps using Microsoft Access" von Gary Devendorf und Arjun Raja.
Es ging um Access Web Apps und die zur SP Conference veröffentlichten Office Apps fuer Access Web Apps.
Mittels Office Apps können sowohl die Clients Applikationen wie Excel, Word oder Outlook als auch die entsprechenden Office Web Apps. Hierzu wurde ein Beispiel gezeigt. Es gab außerdem eine Demo zu einer einfachen Anwendung die mittels Access Web Apps umgesetzt worden ist. Leider hatte ich gehofft das gerade zu diesem Thema mehr gezeigt wird. Es ist sehr interessant und wurde von Microsoft ja bereits am Dienstag als eine der möglichen Ersatzlösungen für InfoPath genannt.
Pünktlich zur SharePoint Conference 2014 wurden jetzt die Office Apps für Access vorgestellt. Hierum ging es dann im weiteren Verlauf der Präsentation.
Mit den Office Apps können sowohl Access als auch Access Web Apps angereichert werden.
Leider gibt es bisher nicht die Möglichkeit die Apps aus dem Office Store herunter zu laden. Die einzige Möglichkeit bereits jetzt schon Office Apps in Access nutzen zu können ist diese in den eigenen Unternehmens-Store (Sharepoint Site: App Catalog) abzulegen. Bis der Office Store verwendet werden kann dauert es noch einige Zeit.
In der Demo wurde gezeigt wie man per Office App z.B. eine Bing Maps Karte in seine Access Web App integrieren kann.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass in der Praxis für Anwendungen bei Kunden zu verwenden. Also wieder ein sehr inspirierender Vortrag.
Am Ende hat Gary noch erklärt, dass Arjun (er hatte die ganzen Demos gemacht) ein Entwickler ist und ins kalte Wasser geworfen wurde und zum ersten Mal auf der SharePoint Konferenz einen Vortrag gehalten hat. Ich fand ihn wirklich lustig und er hat es super erklärt. Vielleicht sehe ich ja wieder einen Vortrag auf der SPC[Hier Jahr einfügen] von ihm.
Der Tag war wieder super interessant. Ich freue mich echt schon auf die Videos der Sessions, die ich leider nicht sehen konnte.

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